Kleidung



Was zieh ich bloß an?

Wenn Sie kein 20er-Jahre Outfit haben, tragen Sie einfach schicke Abendgaderobe. Jedoch freuen wir uns als Veranstalter umso mehr, wenn möglichst viele Gäste Kleidung tragen, die zu den Goldenen Zwanzigern passt.
Je stilvoller die Gäste, desto authentischer die Atmosphäre…
Was trug man denn nun in den 20ern?

Herren

Bei der älteren Generation war nach wie vor der Frack das passende Kleidungsstück für Abendveranstaltungen, die Jugend bevorzugte jedoch lieber den Smoking oder alternativ auch den „normalen“ Herrenanzug. Die Hosen waren meist weit und gerade geschnitten, farblich war der Anzug in braun, grau oder blau gehalten. Pflicht war entweder die Fliege oder eine bunt gemusterte Krawatte. Tipp: Günstig zu finden sind Hemden, Krawatten, sowie Anzüge z.B. bei C&A.Die Haare wurden, ähnlich wie in der Frauenmode, mit Pomade eng am Kopf anliegend nach hinten geglättet. In der Regel war der Herr im Gesicht glatt rasiert, höchstens ein modisches Bärtchen auf der Oberlippe wurde getragen.
Als schickes Schuhwerk trug man abends Halbschuhe aus schwarzem Lackleder.

Kurz
  • Frack
  • Smoking: bevorzugt bei Jugendlichen
  • Hosenbein: gerade und weit geschnitten
  • Farben: braun, grau und blau
  • Muster: Karos, Punkte, Streifen, gesprenkelt
  • Haare geglättet mit Pomade
  • ebenso glatt rasiert im Gesicht
  • Eleganz: Bärtchen auf der Oberlippe
  • Halbschuh, schwarzes Lackleder
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Damen

Der gesellschaftliche Umbruch und seine revolutionären Veränderungen wurden auch in der Mode der zwanziger Jahre besonders bei den Frauen sichtbar. Ihre neuen Freiheiten, wie z.B. das Recht auf Bildung, zeigten sie auch anhand ihres Aussehns: So war an ihnen alles neu und jugendlich.
Kleider
Das sog. Hemdkleid. gerade geschnitten, kaum Betonung der Taille, meist rücken- und schulterfrei mit kurzen, glatten oder gar nicht vorhandenen Ärmeln wurde zur Grundlage der Mode, vorher war es nur von arbeitenden Frauen getragen worden. Gegen Ende der zwanziger Jahre gab es vor allem in der Abendkleidung wieder eine Hinwendung zu einer femininen Note, so wurden neben den Hemdkleidern auch die Stilkleider mit langen Leibchen und angereihten Röcken sehr beliebt. Außerdem begann das „kleine Schwarze“ seinen Siegeszug in der Mode. Obwohl schlicht geschnitten und meist nicht gemustert, waren die Kleider oft mit Glas und Metallapplikationen, Paletten oder großen Juwelengürtel verziert. Insgesamt waren die Stoffe leicht und gerne wurden nun auch leuchtende Farben getragen, sowie eine Fuchsstola um die Schultern gelegt.

Kurz
  • Hemdkleider à sind wieder in Mode!! zu finden z.B. bei Zara, H&M oder Xanaka (ab 20 Euro)
  • das „kleine Schwarze“
  • schulter- und rückenfrei => Ärmel: kurz und glatt oder gar nicht vorhanden
  • Fuchsstola wurde gern umgelegt
  • leuchtende Farben
  • leichte Stoffe
  • verziert mit Glas und Metallapplikationen, Paletten, großen Juwelengürteln
Röcke

Die Röcke waren zwischen 1927 und 1928 meist vorne kurz und hinten etwas länger, wobei sie knielang waren. Auch gerne kamen Falteneinsätze hinzu, um den Effekt des Schwungvollen mit rein zu bringen.
Tipp: Hemdkleider sind zur Zeit wieder sehr in Mode und so bei u.a. Zara, H&M oder Xanaka bereits ab 20 Euro zu bekommen
Falteneinsätze – weiter und schwingender
Taille leicht abzeichnend
hinten länger als vorne
knielang

Make-Up

Auch das Make-Up demonstrierte die neue Stellung der Frau und den Widerstand gegen die herrschenden bürgerlichen Moralvorschriften. Es wurde insgesamt sehr auffällig und dick aufgetragen. Die Augen wurden schwarz umrandet, die Wimpern optisch verlängert, der Lidschatten in braun oder grau gehalten und die Lippen nach oben und unten in Kussform rot „übermalt“; auch leuchtend roter Nagellack war beliebt.

  • insgesamt sehr auffällig, dick aufgetragen
  • Augen schwarz umrandet
  • Lippen und Fingernägel rot
  • Lippen nach oben und unten in Kussform „übermalt“
  • Lidschatten in braun oder grau
  • lange Wimpern
Haare

Ausdruck der angestrebten Gleichstellung von Mann und Frau war bei den Frisuren der sog. Bubikopf: Man übernahm die kurzen Haarschnitte der Männer und schnitt seine langen Haare ab, das Symbol für die untertänige und verheiratete Frau war. Entweder entschied man sich für die an die Kopfform angepasste glatte Haare oder wählte die 1925 erfundene Dauerwelle, die neben der glatten „Etonköpfen“ wieder modern wurde. Bei langen Haaren war die Hochsteckfrisur ein Muss für jede modische Frau.

  • Bubikopf
  • Dauerwelle kam auf
  • an die Kopfform angepasste glatte Haare
  • bei langen Haaren: Hochsteckfrisur
Hut

Auch die Kopfbedeckung musste in den Zwanziger viel einstecken und so orientierte man sich auch hier eher an den praktischen Aspekten. Der Hut wurde schlichter und bekam ein schmales Toquet; so wurde der Glockenhut gerne getragen, der eng am Kopf anlag und bis zu den Augenbrauen heruntergezogen wurde. Allerdings blieb auch eine gewisse Raffinesse erhalten und so schmückte man die Hüte oft mit Federn, Pailletten oder Kunstblumenschmuck.

  • Schlichte Topfform
  • schmales Toque
  • Glockenhut: enganliegend und bis zu den Augenbraun heruntergezogen
  • Hüte mit Federn-, Pailletten-, oder Kunstblumenschmuck
Schuhe

Bei den Schuhen wurde der sog. Shimmyschuhe besonders beliebt. Dies ist ein sehr spitzer Schnürhalbschuh mit ganz flachen Absätzen. Schuhe mit hohen Absätzen bestimmten allerdings auch weiterhin die Abendmode. Sie waren meist aus fein gewebten Stoffen oder gern auch aus Gold- und Silberleder mit zierenden Schnallen aus Perlmutt, Emaile, Strass oder Perlen. Auch gerne getragen wurde Knöchelriemchen-Pumps, die vorne der natürlichen Fußform folgend abgerundet waren und mit T-förmigen Riemen versehen waren.

  • sehr spitze Schnürhalbschuhe mit ganz flachen Absätzen = Shimmyschuhe
  • Schuhe aus feingewebten Stoffen, Gold- und Silberleder
  • zierende Schnallen aus Perlmutt, Emaile, Strass oder Perlen
  • vorne der natürlichen Fußform folgend abgerundet
  • Knöchelriemchen-Pumps (mit T-förmigen Riemen)
Strümpfe

Eine neue und vorher nie gekannte Rolle begann der Strumpf zu spielen. So war eine Neuheit der zwanziger Jahre, dass die Strümpfe fleischfarben wurden und das Bein nackt erscheinen ließen.
fleischfarben

Accessoires

Besonderen Wert legte man auf die Accessoires, denn je einfacher die Schnitte der Kleider wurden, um so eine größere Ansehen kam dem Schmuck und modischen Ergänzung zu, die die Kleidung abrundeten. Vor allem die lange Perlenkette fand zunehmende Beliebtheit, aber auch Federn und Kunstblumen. Nicht fehlen durften ebenfalls die Ohrringe und Armbänder. Gerne trug man Handschuhe und sehr kleine handliche Handtaschen, die mit Glasperlen o.ä. verziert waren. Schal, Fächer, Schirm durfte nicht fehlen und wurden wie alle Accessoires auf die Farbe des Kleides abgestimmt. Als Markenzeichen der 20er gelten auch die langen Zigarettenspitzen sowie die Feder-Boa. Tipp: Lange Perlenkette sind zu finden bei z.B. H&M oder Bijou Brigitte; Die Zigarettenspitze wird oft in Tabakläden oder auch kleinen „Alternativläden“ verkauft.

  • lange Perlenketten, Modeschmuck à zu finden z.B. bei H&M oder Bijou Brigitte
  • Federn und Kunstblumen
  • Handschuhe
  • sehr kleine handliche Handtaschen mit Glasperlen verziert
  • Schal
  • Fächer
  • Schirm
  • alles abgestimmt auf die Farbe des Kleides
  • Zigarettenspitze
  • Boa
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